Worte unseres Pfarrers

Liebe Pfarrgemeinde, 

der Monat Oktober ist in vielerlei Hinsicht ein abwechslungsreicher Monat für die Kirche. Vielerorts wird Erntedank gefeiert, es ist der Rosenkranz-Monat und - was mich ganz besonders freut und bewegt - es ist der Monat der Weltkirche, denn wir feiern hier den Weltmissionssonntag.  

Erst seit einigen Wochen bin ich hier Pfarrer und fühle mich bereits wohl bei Euch. Aber man darf nicht vergessen, dass mein Weg woanders angefangen hat. Was mich damals bewegt hat, meine Heimat zu verlassen, und was mich heute bewegt, in Österreich zu bleiben, ist eigentlich das Gleiche: Die Liebe zur Mission, der Glaube und die Überzeugung, dass Gott mich berufen hat, Zeuge seiner Liebe zu sein, überall wo ich bin. Das beinhaltet eine besondere Aufmerksamkeit für die Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, für die Armen und Vernachlässigten, für die Verfolgten und Vertriebenen, für die Traurigen und Leidenden - und zwar weltweit.  

Gott braucht uns, um diese Menschen zu erreichen. Diese Menschen brauchen uns, um die Liebe Gottes leibhaft erfahren zu können. Daran erinnert uns der Sonntag der Weltkirche: Wir sind eine Familie, die Menschheit; Gott ist unser Vater / unsere Mutter, wir alle sind Brüder und Schwestern und leben in einem gemeinsamen Haus, der Erde. Sowohl die Menschheit als auch unser Planet leiden unter den Folgen der Lieblosigkeit, Gier und Machtbesessenheit einiger Menschen, die all das zerstören, was Gott für alle erschaffen hat.  

Beten wir für die Erde, beten wir für die vielen Nationen und Völker, dass wir den Weg finden können, miteinander in Eintracht und Frieden zu leben, und dafür, das Leben, das Gott uns allen bereitet hat, in Fülle genießen zu können. 

 

Euer Pfarrer Hudson                                                      im  Oktober 2020